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Leitartikel

Der Mittagstisch der Reformierten Kirchgemeinde Witikon



Viele unserer Kinder kommen offenbar gerne zum Mittagstisch. Hier der Originaltext von zwei begeisterten Mittagstisch-Fans:

Wir (Rahel und Fiona) sind im reformierten Mittagstisch und haben viele schöne Erfahrungen gemacht. Nicht nur viele tolle Räume mit Töggelikasten, ruhiger Lese-Ecke und einem Platz zum Malen gibt es, auch draussen kann man mit Bällen oder Tischtennis spielen. Das Essen ist auch super! Ob Nudeln, Reis, Pizza oder Kartoffelauflauf, es ist alles lecker. Zum Mittagstisch gehören natürlich auch Regeln wie die Stoppregel oder dass man erst aufstehen darf, wenn alle mit Essen fertig sind. Glücklich sind die Kinder, die teilnehmen, natürlich auch wir :-).

Diese positive Rückmeldung von den zwei Mädchen hat uns, das Team, natürlich sehr gefreut! Täglich wird an unserem Mittagstisch für ca. 25 regulär angemeldete Kinder und montags, dienstags und donnerstags zusätzlich für fast ebenso viele Unti-Kinder gekocht, und bis zum Schulbeginn am Nachmittag werden sie von uns betreut. Das selbstgekochte Essen ist beliebt und wird geschätzt.

Wie sieht ein ganz normaler Mittagstisch aus? 10.00 Uhr: Das Team ist bereit zum Tagesbriefing: Ein Rückblick über den gestrigen Tag, wie ist das Essen in den Kindergruppen angekommen, wie war die Menge, hat es besondere Vorkommnisse gegeben usw. Die Anwesenheitsliste wird verteilt, die angemeldeten Kinder werden für die Menüberechnung gezählt, und es werden weitere Fragen geklärt: Wie viele Kinder essen vegetarisch, welche Spielangebote machen wir, wer ist von wann bis wann und wo in der Betreuung usw. Danach geht es los in der Küche. Die Köchin hat bereits früher angefangen mit dem Einkauf und ihren Vorbereitungen. Das Küchenteam macht sich nun an die Arbeit. Die Tische werden gedeckt, die Spielsachen bereitgestellt, der Tischtennistisch wird unter das Vordach gefahren. Schon bald beginnt es aus der Küche zu duften. Fleissig wird geschnippelt, gerührt, gehackt, gewürzt, geschnitten, gebacken, gebraten, gedünstet, geröstet und alles zusammen zu einer schmackhaften, kindergerechten Mahlzeit zusammengefügt. Um 11.30 Uhr ist das meiste bereit, in der Küche werden die letzten Lebensmittel verarbeitet. Ein kurzer Überblick, das Menü steht auf der Wandtafel, alles ist für die Ankunft der Kinder parat. 11.55 Uhr: Die ersten Kinder stürmen herein. «Was gibt es zu essen?», ist eine Frage, die wir oft vor dem «Grüezi» zu hören bekommen. Bis ca. 12.10 Uhr können die Kinder und Jugendlichen spielen, lesen, zusammen sein. Die tagesverantwortliche Betreuungsfrau ruft die Kinder mit dem Triangel zu Tisch. Langsam füllt sich der Raum mit mehr oder weniger lärmenden Kindern. Wenn der Gong zum dritten Mal ertönt, ist dies das Zeichen für die Kinder, kurz ruhig zu sein. Das ist die Zeit für Informationen, Bekanntmachungen, für einen Glückwunsch zu einem Geburtstag, und für Fragen der Kinder ist jetzt der richtige Moment. Allerdings darf das nicht zu lange dauern, denn mit leerem Magen lassen die Kinder ungern mit sich reden. Um ca. 12.15 Uhr geht es los mit dem Mittagsservice. Tischweise holen sich die Kinder der Reihe nach ihren Teller mit Essen vom vorbereiteten Buffettisch. Danach ist es vielleicht für eine kurze Zeit ruhig. Wer gerne möchte, holt sich eine zweite Portion. Die vielfältigen Speisen sind nicht nur eine Gaumenfreude, sondern auch für das Auge ein Genuss. Nicht immer sind die Kinder mit unserer Menüwahl einverstanden. Von all dem Angebot dürfen die Kinder probieren. Salat, Gemüse, Früchte und eine Beilage aus Kartoffeln, Reis, Teigwaren und Getreide und eine Eiweissvariante stehen täglich auf dem Menüplan. Fleisch bieten wir zwei Mal wöchentlich an. Mit Zucker und Salz gehen wir sehr sparsam um. Abwechselnd gibt es in einer Woche Früchte, in der folgenden Woche Früchte und Guetzli und in der dritten Woche ein Dessert zu den Früchten. Sobald alle Kinder eines Tisches fertig gegessen und abgeräumt haben, darf gespielt werden. Auf dem Vorplatz steht der Tischtennistisch, und ein abwechslungsreiches Angebot an Aussenspielmaterial kann benutzt werden. Die ersten Kinder verlassen den Mittagstisch um 12.45 Uhr für die Frühstunde in der Schule. Danach geht es viertelstündlich weiter, bis wir dann um spätestens 13.45 Uhr aus unserer Verantwortung entlassen sind. Für uns geht es dann ans Aufräumen und Ordnungmachen.

Brigitte Ulrich
Sozialdiakonin



Foto Brigitte Ulrich

 
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