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Benefiz-Veranstaltung

Rückblick

Interkulturelle Benefizveranstaltung



Über 180 Menschen aus Witikon und der Umgebung sind am 13. Januar im Kirchgemeindehaus zusammengekommen und haben miteinander das 2. interkulturelle Benefizfest gefeiert. Eröffnet wurde es mit dem Stück «Hier und Dort», gespielt vom FlüchtlingsTheater Malaika unter der Regie von Nicole Stehli und Brigitte Schmidlin. Dem 40-köpfigen Ensemble aus 10 Ländern, Flüchtlingen und Einheimischen, gelang es, in dem selbst geschriebenen Stück feinsinnig und humorvoll ihre Sicht in hier erlebten Alltagsszenen einzubringen. Das Stück «Hier und Dort» vermag den eigenen Horizont zu verschieben. Beim anschliessenden Fest sorgte nicht nur dieses Stück für angeregten Gesprächsstoff, auch die Rede von Aref Hosseini, das Länder-Quiz von Veronika Wirz, die Musik von Roger Reicheneder, gespielt auf einem orientalischen Zupfinstrument, ein feiner Apéro, das köstliche Mahl, zubereitet von Koch Anwarul Haq und seinem Team, und das reichbestückte Kuchenbuffet, ein Beitrag der jetzigen und früheren KonfirmandInnen, setzten Akzente für alle Sinne. Der Reinerlös der grosszügigen Spenden kommt den deutschlernenden Asylsuchenden der Gaststube zu Gute und dient der Integration: Stufengerechtes Unterrichtsmaterial, ein Z’vieri, einmal im Monat gemeinsam Kochen und Essen, ein Ausflug ... Die Spenden sind ein wichtiger Beitrag zur Integration junger Asylsuchender und ermöglichen, jungen Menschen eine Stimme zu geben.

Diese Stimmen sollen auch gehört werden. So habe ich den zweimal wöchentlich in Witikon stattfindenden Intensivkurs Deutsch besucht und mich erkundigt, wie die Asylsuchenden das Fest erlebt haben und was ihnen Witikon und die Gaststube bedeutet.

Aref Hosseini meinte: «Das Fest war gut. Wir haben uns mit vielen Leuten aus Witikon, von ausserhalb und vom Theater Malaika unterhalten. Das war super. Wir haben uns sehr gefreut, dass die Leute gekommen sind und an uns Interesse haben. Das Essen hat uns wirklich gut geschmeckt. Ich habe immer Freude, wenn ich nach Witikon komme, denn hier sprechen die Leute mit mir und begrüssen mich. Als ich von der Katzenschwanzstrasse an einen anderen Ort im Kanton Zürich ziehen musste, habe ich das sehr vermisst, denn dort hat niemand mit uns gesprochen. Ich bin noch nie solchen Leuten begegnet, wie ich sie in Witikon getroffen habe.» Ahmad Shah Yousafi fügte dem hinzu: «Wir haben uns gefreut, die Leute wiederzusehen, die wir von der Katzenschwanzstrasse her aus Witikon kennen. Die Leute aus Witikon haben uns viel geholfen.» Najibullah Sirat meinte schliesslich: «Für uns bedeutet die Gaststube viel. Dort begegnen wir nicht nur den Menschen aus Witikon, sondern auch unseren Freunden von der Katzenschwanzstrasse. Das ist uns sehr wichtig.»

Diesen Dankesworten schliesse ich mich aus ganzem Herzen an. Witikon gelingt es, jungen Menschen aus aller Welt ein Umfeld zu schaffen, in welchem sie sich wohl, sicher und akzeptiert fühlen. Das ist alles andere als selbstverständlich.

Interessierten steht die Gaststube jeden Donnerstag von 15.30 - 17.30 Uhr offen.
Jeden letzten Donnerstag im Monat wird gemeinsam gegessen. Um Anmeldung wird gebeten an:
Pfrn. Renate Bosshard-Nepustil, Witikonerstr. 356, 8053 Zürich,
Tel.: 044 380 48 96, E-Mail


Fotos Elisabeth Brühlmann Sarlo

 
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