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Kunst und Kirche

Kunstvortrag konfessioneller Einfluss auf die Architektur der Kirchen



von Peter Nuss

Bild Jörg Niederberger 2015

Konzept


Unsere Kirchgemeinde versucht, das Gespräch zwischen Kunst und Kirche zu fördern. Die Kommission „Kunst und Kirche“ möchte durch Ausstellungen Kunstschaffende und Kunstinteressierte zusammenbringen und die Auseinandersetzung durch zusätzliche thematische Veranstaltungen begleiten. Höhepunkte waren etwa die Ausstellungen von Chaissac, Lapicque, Habdank, Hunziker und Niederberger und die Installationen von Thomann und Wolfensberger.

In Zürich Witikon haben seit 2004 zahlreiche Kunstausstellungen stattgefunden. Unter dem Link „Bisherige Ausstellung und Aktivitäten“ (s.u.) sind Informationen zu einigen bisherigen Ausstellungen zu finden, mit Angaben zu den beteiligten Künstlern, Themen und Rahmenprogrammen.
Die Kunstschaffenden sind weitestgehend frei in der Wahl der Themen und Formen; die Besonderheiten des Veranstaltungsorts sind kreativ zu berücksichtigen.

Die Herausforderungen der Kunst-Projekte


Eine Projekt-Beteiligung bedeutet für die KünstlerInnen eine mehrfache spannende Herausforderung:

  • die Auseinandersetzung mit der architektonischen Anlage des Ausstellungsorts: zur Verfügung stehen der Innenraum der Neuen Kirche, das Äussere des Kirchengebäudes samt Turm, der Kirchenvorplatz, das Foyer des Kirchgemeindehauses
  • die Auseinandersetzung mit der spezifischen Funktion des Kirchen-Orts
  • der Dialog mit den BesucherInnen von Veranstaltungen der Kirchgemeinde

Kunst und Kirche und Kunst? Kunst trotz Kirche trotz Kunst? Kunst wegen Kirche wegen Kunst?

Wie erwähnt, findet in Zürich Witikon seit längerem ein interessanter Dialog zwischen Kunstschaffenden und unserer Kirchgemeinde statt. Es sind zahlreiche Ausstellungen entstanden, in denen mit Kunst und Kirche zwei Komplexe ins Gespräch gebracht wurden, die sich sonst eher spröde zueinander verhalten.

Die Zeiten, in denen die Kirche bzw. die Kirchen als die grossen Auftraggeberinnen für Kunstwerke auftraten, sind längst vorbei. Sakrale Kunst führt heute ein Nischendasein, Dialogversuche zwischen KünstlerInnen und Kirchen geschehen nicht allzu häufig und sind nicht selten durch gegenseitige Unkenntnis geprägt. Dabei wäre nur schon der Sachverhalt, dass sowohl in der Kunst als auch in der Kirche das fragile Verhältnis von Unbedingtem und Bedingtem ein Thema ist, Anlass genug, sich wieder anzunähern. Sollte sich herausstellen, dass sich (vielleicht weniger die vermeintlichen Antworten als vielmehr) die radikalen Fragen von Kunst und Kirche nicht unähnlich sind, könnte sich beiderseits der Horizont erweitern, könnte der Blick schärfer werden.

Umso reizvoller, dass es in Witikon die Möglichkeit gibt, den Dialog zwischen Kunst und Kirche sorgfältig zu führen. KünstlerInnen lassen sich in Witikon nicht einfach auf Religion ein, auch nicht einfach auf das Christentum oder „die“ Kirche, sondern auf eine evangelisch-reformierte Ortsgemeinde mit ihrem Kirchengebäude. Was KünstlerInnen hier als Publikum vorfinden, das sind nicht einzelne Menschen, die sich an einer Kunstausstellung zufällig begegnen, sondern sie treffen auf eine Gemeinschaft, die zusammen reformierte Gottesdienste feiert. Und was KünstlerInnen an Architektur vorfinden, das ist nicht ein möglichst neutraler Ausstellungsraum, sondern ein Raum, in dem in liturgischem Rahmen das Wort der Heiligen Schrift verkündet wird – nach reformiertem Verständnis zwar kein Sakralraum, aber doch ein Raum, dessen spezifisch religiöser Gebrauch sichtbar und spürbar ist.

Wenn sich indes KünstlerInnen dieser speziellen Konstellation aussetzen, können sie in Witikon mit dem ungeteilten Interesse des Publikums rechnen. Mit einem Publikum, das bereit ist, sich seinerseits von den KünstlerInnen und ihren Arbeiten bei verschiedenen Gelegenheiten herausfordern zu lassen – an der Vernissage, in der Predigt, die auf den Kunstschaffenden und sein Werk Bezug nimmt, im Podiumsgespräch, an der Ausstellung. Verschiedene Künstler haben sich in den letzten Jahren diesen Herausforderungen gestellt und die Arbeit an einem gemeinsamen Projekt als persönliche Bereicherung erfahren.

Weitere Kunst-Projekte


Das Vorgehen für das nächste Kunst-Projekt wird 2017 bekannt gegeben.

Weitere Projekte werden ausgeschrieben und veranstaltet durch die evang.-ref. Kirchgemeinde Zürich-Witikon, vertreten durch die Kommission für Kunst und Kirche. Die Mitglieder der Kommission stammen aus (dem Umfeld) der Kirchgemeinde und werden von externen Spezialisten beraten.

Die evang.-ref. Kirchgemeinde Zürich-Witikon ist weder eine Galerie noch ein Museum. Es werden ausschliesslich ideelle Ziele verfolgt; deshalb können nur die Spesen und Auslagen für die Teilnahme vergütet werden.

Architekturvortrag 2017 09 27.pdf
Alter Kirchen.pdf
Stilrichtungen Kirchen Zürich.pdf
Bisherige Ausstellungen und Aktivitaten.pdf


 
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