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Monatstext

KonfirmandInnenreise nach Berlin



Da unser Zug schon um 7.00 Uhr abfuhr, hatten wir uns um 6.40 Uhr im Hauptbahnhof getroffen. Mit dem ersten Zug sind wir bis Basel gefahren und dann direkt weiter mit dem nächsten Zug nach Berlin. Zum Glück hatten wir ein Abteil für uns alleine gebucht und konnten zusammen Musik hören und hatten es lustig miteinander. Die restlichen sieben Stunden Fahrt vergingen dadurch auch relativ schnell. Endlich angekommen in dem riesigen Bahnhof in Berlin, ging es für uns direkt ins Hotel. Da ich das einzige Mädchen war, das mit nach Berlin gekommen war, hatte ich ein Hotelzimmer für mich alleine. Nachdem ich all meine Kleider eingeräumt hatte, haben wir uns im Foyer wieder getroffen, um noch ein wenig die Stadt zu erkunden vor dem Abendessen. Nach dem lang ersehnten und auch wohlverdienten Abendessen sind wir zurück ins Hotel gegangen.
 
Um 8.00 Uhr in der Früh haben wir uns zum Frühstück wieder getroffen und das Programm des Tages besprochen. Zuerst stand eine Führung, durchgeführt von Frau Bosshard, im Berliner Dom auf dem Programm. Der Dom ist riesig und jedes Mal, wenn man erneut durchgelaufen ist, hat man etwas Neues entdeckt. Später waren wir mit einem Bus unterwegs und haben bei allen wichtigen Orten angehalten und die Führerin hat uns mehr über die Orte und ihre Hintergründe erzählt. Am Ende der Tour sind wir bei dem Stasi-Gefängnis angekommen, wo wir von einer Frau, die drei Jahre in diesem Gefängnis gefangen gehalten wurde, empfangen wurden. Als Einstieg haben wir einen Film geschaut, der uns einen kurzen Einblick über die Geschichte des Gefängnisses gegeben hat. Die ehemalige Inhaftierte hat uns von ihren Erlebnissen erzählt und warum sie dazumal gefangen genommen wurde, was ich sehr eindrücklich fand.

Alessia


Nach dem ereignisreichen Dienstag war es nicht ganz einfach, am Mittwochmorgen rechtzeitig zum Zmorge zu erscheinen. Alle konnten sich aber etwas stärken für den Tag, der noch unberührt vor uns lag. Das Wetter hatte sich leider etwas verschlechtert und so wechselten sich Sonnenstrahlen mit Wolken und kurzen Regenschauern ab.

An diesem Tag wurden wir von einer gebürtigen Schwedin, welche schon viele Jahre in Berlin lebt, durch die Stadt geführt. Einen Grossteil des Tages gingen wir zu Fuss, benutzten aber auch Bus und Bahn. Wir besichtigten verschiedene wichtige und bekannte Orte wie die Museumsinsel, das begehbare Holocaust-Mahnmal, welches durch seine engen Gänge und seine hoch aufragenden Betonstelen eine bedrückende Stimmung verbreitete, und verschiedene Kirchen und Synagogen. Als es vor einer solchen anfing zu regnen, retteten wir uns kurzerhand in ein Restaurant mit mexikanischen Spezialitäten. Dort assen wir dann zu Mittag. Nachdem wir uns von Andrea Paglia verabschiedet hatten, welche schon an diesem Tag den Flieger zurück in die Schweiz nahm, konnten wir uns einige Stunden so vertreiben, wie es uns beliebte. Die einen überassen sich in Donutläden, die anderen schliefen darin. Als wir ins Hotel zurückkehrten, bekamen wir die Möglichkeit, uns Notizen für unseren Reisebericht zu machen. Der Rest des Tages verlief relativ unspektakulär, wir verspiesen das überaus leckere Abendessen, packten die Koffer und gingen zu Bett.

Nach dem «Zmorgeässe» am nächsten Morgen bekamen wir abermals Zeit, um unsere Koffer zu packen. An diesem Morgen besichtigten wir noch die sehr nahe an unserem Hotel gelegene Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und die Versöhnungskirche. Nach einer kurzen Mittagspause ging es auch schon in Richtung Berlin Hauptbahnhof und von dort nach Zürich. In Zürich kamen wir um etwa 23.30 Uhr nachts an. Wir verabschiedeten uns voneinander und gingen in Richtung Zuhause.

Die Tage in Berlin waren sehr informationsintensiv, aber auch spannend und abwechslungsreich!

Jonas


Unsere Berlinreise war kurzweilig. Wir sahen viel und sammelten viele Eindrücke. Bei gutem Essen unterhielten wir uns nicht nur über Gott und die Welt, sondern auch über das, was wir in Berlin gesehen und gehört haben. Eine so grosse Kirche wie den Deutschen Dom haben wir noch nie zuvor gesehen. Darin Zwingli und Calvin zu begegnen, erfreute uns natürlich sehr. In unseren Kirchen begegneten wir noch nie einer Steinfigur von Martin Luther (oder hätten wir ihn übersehen)? Die Wall-Tour führte dem Verlauf der Mauer entlang, mit der die DDR verhindern wollte, dass Menschen aus Ost-Berlin und Ostdeutschland nach West-Berlin fliehen. Am Checkpoint Charlie und beim Blick von einem erhaltenen Bewachungsturm wird die Erinnerung daran wach gehalten, wie es zur Zeit des Kalten Krieges war: mit Todesstreifen, Angst, abenteuerlichen Fluchtversuchen. Wem die Flucht misslang und wer den Fluchtversuch überlebt hatte, wurde meist ins STASI-Gefängnis Hohenschönhausen gebracht. Isolierhaft, unvorstellbare psychische und physische Foltermethoden wurden – auch nur auf Verdacht hin – dort angewendet. Es ist ein Wunder, dass es Menschen gibt, die das überlebt haben. An ein anderes trauriges Kapitel der Geschichte erinnern die Stolpersteine auf einigen Strassen in Berlin. Diese Steine tragen Namen und erinnern an Menschen, die an dieser Stelle in der Zeit des sog. Dritten Reichs wegen ihres jüdischen Glaubens aus ihren Wohnungen verschleppt und in ein KZ gebracht wurden. Die Stolpersteine sollen dazu beitragen, dass so etwas nie mehr passiert. Doch was lernt der Mensch aus der Geschichte? Nicht weit davon entfernt beten jeden Tag Menschen in der Gethsemane-Kirche für heutige Folteropfer in den Gefängnissen der Welt und jüdische Kinder müssen beim Spielen in der Pause vor der Synagoge von der Polizei bewacht werden. Die Museumsinsel, die Hackeschen Höfe, eine zum Kulturzentrum umgebaute grosse Brauerei, der Ku’damm, friedfertige Menschen aus aller Welt und der segnende Christus in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche stimmen uns zuversichtlich. Danke, liebe Frau Bosshard, für die tolle Reise!

Oliver, Alain, Adrian, Leandro


Konfirmation
Sonntag, 27. Mai 2018


Jason Anliker
Alain Mathieu Bretschger
Yannick Burkhard
Seraina Ursina Fürholz
Alessia Furger
Philippe Gut
Adrian Hauenstein
Laurin Florian Maurer
Lia Messerli
Leandro Muhl
Alissa Nef
Jonas Stefan Pfister
Seraina Reutter
Oliver Scharpf
Eugen Zehnder

Das Pfarrteam, die Mitarbeitenden und die Kirchenpflege wünschen den Jugendlichen und ihren Familien einen frohen Festtag und Gottes Segen auf dem weiteren Lebensweg.



Fotos Lena N. Björhem und Renate Bosshard-Nepustil

 
Die neue Ausgabe unserer Gemeindeseite ist ab sofort als pdf-Datei online.
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