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We care – durch den Witiker Basar unterstützt

Das Mädchen Mumita

Mumita wäre gerne in die Schule gegangen. Aber sie hatte Angst vor den Mitschülern, Angst, gehänselt, verlacht, gedemütigt zu werden, wie sie es schon so oft erleben musste. Sie gehört zu den Adivasi, den Ureinwohnern Indiens, die zwar nicht Teil des hinduistischen Kastensystems sind, aber in der indischen Gesellschaft auf der untersten Stufe stehen. Bis heute werden die Adivasi ausgegrenzt, ausgenutzt, ihres Landes beraubt und vertrieben. We care hat über lange Zeit mit den indischen Bauern des kleinen Dorfes, an dessen Dorf­rand Mumita wohnt, verhandelt, bis wir einen Deal aushandeln konnten: Die hinduistischen Bauern «erlauben» den Adivasikindern den Besuch der staatlichen Schule des Dorfes (worauf sie eigentlich ein gesetzliches Recht hätten), im Gegenzug hat we care eine private Schule errichtet, die allen Kindern, d.h. den Bauern- wie den Adivasi-Kindern, in zwei Blöcken morgens und abends Stütz- und Englischunterricht erteilt. Die Dorfbe­woh­ner können das Gebäude aus­serhalb der Schulzeiten für Ge­meinde­anlässe benutzen. Da die staat­lichen Lehrer in ganz Indien dem Unterricht nicht selten fernbleiben, weil sie wegen der tiefen Löhne oft einem zweiten Job nachgehen, läuft im indischen Schulsystem nichts ohne Nachhilfeunterricht. So entstand unsere erste Schule mit heute 85 Kindern in einem kleinen Dorf in einer abgelegenen Gegend des Staates Westbengalen. Schon bald fragte ein Nachbardorf, ob wir unser Konzept nicht auch bei ihnen umsetzen könnten. Und so entstand die zweite Schule. Mumita hat den Schritt gewagt, geht nun in die staatliche Schule und besucht morgens und abends den Stützunterricht von we care. Viele Adivasi-Kinder haben diesen Schritt noch nicht gewagt; sie machten zu viele demütigende Erfahrungen. Für sie ist unsere Privatschule die einzige Schulbildung.

We care führt im Weiteren ein PC-Center und eine Schul­biblio­thek, die einer staatlichen Schule mit ca. 1500 Kindern meist landloser Tagelöhner angegliedert ist. Ausserdem leistet we care Hilfe zur Selbsthilfe, indem z.B. einer al­lein­erziehenden Mutter eine Näh­maschine mit einem Vorrat an Stoffen zur Verfügung gestellt wird, gewährt finanzielle Hilfe in medizinischen Notfällen und bietet persönliche Schulpatenschaften an.

Möchten Sie mehr erfahren? Dann kommen Sie am Samstag, 27. Oktober ins Kirchgemeindehaus Witikon, wo der Basar von 9-17 Uhr stattfinden und das Projekt vorgestellt werden wird. Der Evangelische Frauenverein Witikon, der den Basar organisiert, hat sich entschieden, das Projekt we care zu unterstützen. Die Einna­hme der Tischmieten, der Restauration und die freiwilligen Spenden werden gesammelt und kommen we care zugut. Für weitere Informationen zum Basar (Tischmiete, Ablauf usw.) steht Andrea Paglia gerne zur Ver­fügung (079 344 33 98).

Für weitere Auskünfte zum we care-Projekt besuchen Sie bitte die Website www.we-care.ch; die Gründerin und Geschäftsführerin Ines Schibli hilft Ihnen gerne weiter.



Foto: zVg

 
Die neue Ausgabe unserer Gemeindeseite ist ab sofort als pdf-Datei online.
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