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Das Alter leben: Ruhestand, Unruhestand oder was?

Senioren-Radfahrer im Sportdress

Ein Anlass von Senioren für Senioren Witikon



Dienstag, 6. November 2018, 14.30 Uhr, Ref. Kirchgemeindehaus
Dr. phil. Luzia Vieli-Hardegger


Durch den demografischen Wandel gewinnen die Menschen Lebenszeit. Aber die Bevölkerung kann sich entwickeln, wie sie will: mehr als ein wenig gerüttelt wurde an der Zahl 64/65 bisher nicht. Also liegt vor den «fitten» Pensionären eine Lebensphase, die im Durchschnitt länger ist als Kindheit und Jugend zusammen, und diese Phase ruft nach Gestaltung. Der Begriff «Ruhestand» scheint vielen nicht mehr passend zu sein. Er stammt aus einer Zeit, als die Menschen beim Eintritt ins Pensionsalter müde und oft auch krank waren. Heuti­ge Menschen wollen mit ihrem Zeitgeschenk etwas anfangen, die Potentiale der neuen Lebensphase individuell ausloten und sich trotz Falten weiterentfalten. Ruhe­stand darf nicht Stillstand bedeuten. Denn Engagement ist sinnstiftend und vermittelt Wertschätzung, die auch Seniorinnen und Senioren brauchen. Aktivität in den Jahren nach der Pen­sio­nierung gibt zudem Kraft für ein allfälliges, vielleicht schwierigeres hohes Alter.

Also lieber Unruhestand als Ruhe­stand? Auch dieser Begriff überzeugt nicht. Die Lösung liegt irgendwo dazwischen. Das Alter gut leben, heisst zwar durchaus, den neu gewonnenen Zeit-Wohlstand zu geniessen, sich aber auch auf die eine oder andere Art zu engagieren, sich immer wieder neue Ziele zu setzen. Wie schon früher im Leben ist die Balance zwischen Musse und Aktivität wichtig: Das eine tun, aber das andere lassen!

Die Referentin, seit 10 Jahren in Pension, beschäftigt sich intensiv mit Fragen rund um das Alter und das Zusammenleben der Ge­nerationen (www.alter-nativa.ch). Das Alter zu gestalten, ist auch ihre ganz persönliche He­raus­for­derung. Sie freut sich auf einen regen Austausch mit dem Publikum!

Anschliessend Kaffee und Kuchen
Der Eintritt ist kostenlos



Foto: emkanicepic / pixabay.com

 
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