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Erwachsenenbildung in der zweiten Jahreshälfte

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Nachdem Erwachsenenbildung über längere Zeit nur online möglich war, haben wir noch vor den Sommerferien wieder live beginnen können – und nach den Ferien soll es live weitergehen (falls nicht wieder Corona dazwischen kommt).

Wir folgen in der gemeinsamen Bibellektüre der Bergpredigt (lectio continua, 2. September), wir disku­tieren mit Alois Rust über Philo­sophen (grosse Gestalten – grosse Texte, 23. September, 21. Oktober, 4. November) und wir lassen uns von Ann-Sophie Bosshard zu einem Buch herausfordern (aktuelle Bücher & Klassi­ker, 2. Dezember).

«immer weiter» – lectio continua: gemeinsame Lektüre der Bergpredigt
Mittwoch, 2. September 2020, 19.30 - 21.00 Uhr, Ref. Kirchgemeindehaus
mit Erich Bosshard-Nepustil, Pfr.

Heute ist angesagt: «Tue Gutes und rede darüber.» Für Jesus scheint das Gegenteil zu gelten, wenn er dazu auffordert, nicht «vor den Leuten» Almosen zu geben, zu beten und zu fasten (Matthäus 6,1-18). Gerecht handeln im Verborgenen: Warum soll man/frau das wollen? Warum sollen die Kirchen das wollen?
In diesem Zusammenhang legt Jesus auch nahe, beim Beten nicht viele Worte zu machen, sondern seinem Grundmuster des Gebets zu folgen. Dieses Gebet, das Unser­vater, ist zum bekanntesten Text der Bibel geworden. In der Bibellektüre soll es für einmal nicht mitgebetet, sondern es soll darüber nachgedacht werden. Überraschende Einsichten sind nicht auszuschliessen.

«grosse Gestalten – grosse Texte»: Ethik oder Religion?
Mittwoch, 23. September 2020, 19.30 - 21.00 Uhr, Ref. Kirchgemeindehaus
mit Alois Rust und Erich Bosshard-Nepustil, Pfr.

Steht im Konfliktfall die Ethik über der Religion – oder ist es gerade umgekehrt? Dieses Verhältnis wollen wir an drei Abenden ausgehend von ganz unterschiedlichen Texten diskutieren.
Am ersten Abend besprechen wir Platons Euthyphron (Platon, Euthyphron, Reclam-Bändchen, ISBN 978-3-15-009897-4; für rund 6-8 Franken in jeder Buchhandlung erhältlich). Thema in diesem Text ist die Frömmigkeit, und die wichtigste Frage lautet: Wird etwas von den Göttern geliebt, weil es fromm ist – oder ist es vielmehr so, dass dasjenige als fromm gilt, was von den Göttern geliebt wird? Anstelle von «fromm» kann man auch «gut» einsetzen – und sofort hat man die Fragestellung, wie sie seither immer wieder verhandelt wird: Ist Gott derjenige, der absolute Normen setzt, oder haben gerade umgekehrt die ethischen Normen eine Gültigkeit, die auch für Gott verbindlich ist?

Erich Bosshard-Nepustil, Pfr.

 
Die neue Ausgabe unserer Gemeindeseite ist ab sofort als pdf-Datei online.
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